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Swiss Resilience Hub - eine Coaching-Initiative

Viele Menschen sind durch den Notstand stark verunsichert. Ängste, Sorgen, Lohneinbussen und prekäre Verhältnisse zuhause überfordern sie. Einige sind mental und psychisch am Anschlag. Dagegen will eine Gruppe professioneller Coaches und Psychologen etwas tun. Sie unterstützen ab sofort PflegerInnen, ÄrztInnen und Angestellte von Blaulichtorganisationen – und das kostenlos.

Mit ihrer Coaching-Initiative auf dem swiss-resilience-hub.ch wollen die Profi-Coaches und Psycho- logen Menschen aus der Intensivpflege (Spitäler, Pflegeinrichtungen), Hochrisiko- und Blaulicht- Organisationen sofort kostenlos unterstützen. «Denn viele der ÄrztInnen, PflegerInnen und Angestellte von Hochrisiko-Berufen», sagt der Initiator der Coaching-Initiative, Markus Renevey,

«Viele stehen unter enormem Druck, müssen tagtäglich an ihre Grenzen gehen und sind grossen Risiken ausgesetzt.»

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Ausserdem sollen auch alle anderen, die ihren Job, das Geschäft oder die Zuversicht in die Zukunft verloren haben, ein professionelles Online-Coaching (Anruf oder Video-Call) erhalten können. Und das zu stark reduzierten Preisen. Denn die Coaches verzichten auf einen erheblichen Teil ihres üblichen Honorars. «Es gibt viele Menschen, die unter dem Notstand leiden», sagt Markus Renevey. Der langjährige Führungs-Coach denkt dabei auch an Angestellte der öffentlichen Verwaltung, die plötzlich Berge von Gesuchen in Rekordzeit bearbeiten müssen. Oder an Call-Center-Angestellte, die noch häufiger als sonst verzweifelte Menschen am Telefon beraten müssen. Zudem an Selbständigerwerbende, die ihr Geschäft schliessen mussten oder sich vor einem Konkurs fürchten. Und er denkt auch an Familien, Mütter, Väter und Kinder, denen der «Dichtestress» Homeoffice und - schooling zuhause einiges abverlangt.

Markus Renevey hatte schon vor rund einem Jahr die Idee, in Zürich ein Kompetenzzentrum zur Bildung von Resilienz aufzubauen, um Chancen und Risiken der digitalen Transformation für die Wirtschaft und Gesellschaft zu evaluieren und Menschen, Teams und Organisationen zu unterstützen. Darüber hatte er sich über ein Jahr lang auch immer wieder mit Organisationsentwicklern, Experten der digitalen Transformation, PsychologInnen, Leadership- und Resilienz-Coaches sowie Arbeitsmedizinern ausgetauscht.

Dann kam das Corona-Virus, just als der 57jährige von seiner Kilimanjaro-Besteigung nach Hause zurückkam. Er beriet sich mit seinen Coach-KollegInnen, gründete den Swiss Resilience Hub und entwickelte mit der 30 Jahre jüngeren Webdesignerin, Ramona Mathis, in 7 Tagen die SRH-Website samt Buchungs- und Bezahlplattform. Mit dieser Initiative will der Coach von Spitzensportlern und Führungskräften auch zeigen, dass Resilienz «Berge versetzen» kann. «Besonnen, fokussiert und entschlossen zu agieren, ist in Krisen besonders wichtig», weiss der Coach aus Erfahrung. Er hat schon weit über 1000 Personen durch persönliche und berufliche Krisen oder auf dem Weg zu mentaler Stärke begleitet.

Nicht alle im Coach-Team sind Gesundheitsexperten. Dennoch könne ihre Expertise sehr wichtig sein, ist Renevey überzeugt. «Denn professionelles Coaching besteht nicht primär aus Ratschlägen, sondern aus sorgfältigem Zuhören, Verstehen, Ordnen, Klären und der gemeinsamen Suche nach bestmöglichen Lösungen. Und beim Krisen-Coaching geht es vor allem um drei Dinge: Emotional und mental stabilisieren, fokussieren und motivieren.»

Sein Team sei hoch motiviert. Nicht zuletzt auch, weil sie für den Beirat des Hubs den mehrfachen Verwaltungsrat und Ex-Regierungschef des Fürstentum Liechtenstein, Dr. Klaus Tschütscher gewinnen konnten, sowie die Rechtsprofessorin Dr. Monika Pfaffinger und den Leiter des Instituts für angewandte Psychologie am IAP (ZHAW), Prof. Dr. Christoph Negri. Ausserdem haben sich bereits erste Sponsoren gemeldet, die bereit sind, einen Teil der Einkommensverluste, die das Coach-Team in Kauf nimmt, auszugleichen. Das SRH-Team sei zuversichtlich, dass – trotz Krise – weitere Firmen, Verbände, private Gönner oder Stiftungen gerne ein Sponsoring übernehmen werden.

Coaching und Sponsoring können ab sofort über den swiss-resilience-hub.ch gebucht werden. Renevey und sein Team freuen sich, jetzt loszulegen. Sie sind froh, nun die Menschen stärken zu können, die derzeit von früh bis spät anderen helfen. «Sie sind es», sagt Renevey «die dringend mal einen Moment für sich brauchen, ein offenes Ohr oder eine Portion Wertschätzung, damit sie vor lauter Helfen nicht selbst ausbrennen.» Die Initiative dauert vorerst bis 31. Mai 2020. Sollte die besondere Lage weitergehen – kann die sie verlängert werden.

Swiss Resilience Hub GmbH Oberdorfstrasse 10, 8001 Zürich

[email protected]

www.swiss-resilience-hub.ch